Ob als Online-Spiel oder Offline-Version, sogenannte Ego-Shooter sind sehr beliebt und dabei sehr umstritten. Was dazu führt, dass diese Art der Spiele die Gesellschaft spaltet, soll hier etwas näher beleuchtet werden. Doch was genau sind eigentlich Ego-Shooter und was macht ihren Reiz aus?

First-Person Shooter und ihre Hauptmerkmale

Sogenannte First-Person Shooter oder auch Ego-Shooter sind auf den ersten Blick dadurch zu erkennen, dass man sich hier als Spieler im Besitz einer

Waffe befindet. Das ganze Spiel hindurch ist die Waffe das zentrale und begleitende Utensil des Spielers. Während es das Ziel ist, sich gegen seine Feinde mittels der Waffe durchzusetzen, bekommt man mehrere Aufgaben, die es zu lösen gilt. Dabei kann das Spiel als Teamspiel aufgebaut sein, für das mehrere Spieler gemeinsam ein Problem oder eine Aufgabe lösen. Oder aber es ist als Einzelkampf zu verstehen und dreht sich nur um den Charakter, der allein gegen die feindlichen Kreaturen oder Personen kämpfen muss. Mittlerweile sind Ego-Shooter-Spiele in ihrer Umsetzung und der grafischen Darstellung extrem realistisch und geben dem Spieler oder der Spielerin das Gefühl, tatsächlich im Geschehen zu sein. Speziell aus diesem Grund sind diese Spiele so problematisch. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder und den Verlust des Bezugs zur Realität. Denn oftmals wird die Gewaltbereitschaft eines Teenagers auf das Spielen von Ego-Shootern geschoben.

Was bewirken Ego-Shooter tatsächlich?

Es gibt unzählige Studien zu diesem Thema und dabei natürlich auch zwei Seiten, die eingenommen und verteidigt beziehungsweise belegt werden können. Nichtsdestotrotz muss man an dieser Stelle sagen, dass Gewalt, Blutvergießen und der Umgang mit Waffen natürlich kein Sinnbild für eine heile Welt sind. Dennoch sind die Spiele nicht ohne Grund mit einer Altersbeschränkung freigegeben. Dies soll vor allem an die Eltern appellieren, die sich ihren Nachwuchs und sein oder ihr Spielverhalten einmal genauer anschauen sollten. Denn die Spiele sind natürlich mit einer gewissen Distanz zu genießen und bei heranwachsenden Jugendlichen, die sich mit den erwachsenen Schurken und Bösewichten konfrontiert sehen, kann dies manchmal auch zu einer Vermischung von realen und fiktiven Eindrücken führen. Dies könnte in manchen Fällen dazu verleiten, dass sie Erwachsene und eine gewisse Männlichkeit mit Brutalität in Verbindung bringen. Auf der anderen Seite hingegen gibt es Studien, die belegen, dass die Reaktionszeit der Ego-Shooter-Spieler deutlich kürzer ist als bei Studienteilnehmern, die keine Online-Spiele spielen. Diese Spieler wollen vor allem eines, sich im Kräftemessen mit anderen Spielern beweisen und dadurch ihre Zielsicherheit und ihr Reaktionsvermögen schulen. Ob es nun Unterhaltung oder Gefahr darstellt, das muss wahrscheinlich jeder für sich selbst einschätzen. Daher ist die Altersbeschränkung ein Leitfaden für diejenigen, die diese Art von Spielen wahrscheinlich noch nicht reflektiert genug betrachten können. Zudem wird auch bei denen, die die Altersbeschränkung überschritten haben, eine gewisse Reife vorausgesetzt, die erforderlich ist, für das Level an Gewalt in den Spielen.