Lange Zeit war es ruhig um die Professionalisierung des eSports in dem Spiel FIFA in Deutschland, obwohl es zu den wohl bekanntesten Spielen in diesem Land gehört. Doch seit letztem Jahr existiert die Virtual Bundesliga (VBL). Sie ist seitdem der Hotspot für die besten deutschen Spieler. Sie ist aber nicht die erste FIFA-Liga auf deutschem Boden. Die Vergangenheit und Zukunft der deutschen FIFA-Ligen soll Thema des folgenden Beitrags sein.

Die Vorgänger

Als direkten Vorgänger der VBL kann man die eSport-Bundesliga sehen. Bekanntheit erreichte die Liga durch Übertragungen beim DSF und MTV. Sie orientierte sich hinsichtlich ihres Austragungsmodus an der Fußball-Bundesliga. Es gab also die Möglichkeit, sich für die eSport-Champions-League zu qualifizieren, jedoch war es auch möglich abzusteigen. Die Spiele fanden samstags in einem Berliner Kino statt. Die Liga musste 2009 den Betrieb einstellen, als sie einen Prozess gegen die UEFA hinsichtlich ihres Logos verlor.

Der inoffizielle Vorgänger der eSport-Bundesliga war die World League eSport Bundesliga. Im Gegensatz zur eSport-Bundesliga wurde hier jedoch nicht nur FIFA, sondern auch Counter-Strike gespielt. Die Liga widmete sich also elektronischem Sport in größerer Breite. Jedoch wurde der Shooter bald aus dem Betrieb entfernt. Das Preisgeld lag im ersten Jahr bei 45.825 Euro. Diese Summe stieg im zweiten Jahr auf 50.000 Euro und es nahmen nun einige Werksteams und eine Mannschaft des Bundesligisten Hertha BSC Berlin an der Liga teil. Dennoch musste sie nach Ablauf der Saison ihren Spielbetrieb einstellen.

Die Virtual Bundesliga

Die Einführung einer FIFA-Liga in Deutschland ist also nicht zwangsläufig ein Erfolgsprojekt, dennoch kann man bei der VBL optimistisch sein. Sie hat die Unterstützung der Fußball-Bundesliga und des Publishers EA und verfügt mit dem aktuellen FIFA-Weltmeister auch über einen Star der Szene. Zudem hat sich das Umfeld des eSports gewandelt. Mittlerweile wird er ernstgenommen, und auch große Zeitungen, wie der Kicker berichten über ihn. Man kann also vorsichtig optimistisch hinsichtlich der Zukunft der Virtual Bundesliga sein.